Massai Schule Ortupai / Tansiania Ost Afrika

„Wir können die Welt zu einem besseren Ort machen, an dem jedes Kind die bestmögliche Bildung erhält „

Bildung beginnt mit dem Bau von Schulen für die schullose Gesellschaft in Afrika, um jedem Kind eine Chance auf Wissen zu geben

Der Bau einer Schule mit allen notwendigen Einrichtungen direkt im Maasai-Land bietet für ein Kind Schutz und Zugang zu Bildung, das sonst eine Strecke von mehr als 10 km zurücklegen müsste, um zu einer anderen Schule zu gelangen. Ein Weg voller Gefahren. Durch wilde Tiere, Hitze, Durst und das jeden Tag. Dies zu ersparen, ist sicher eines der wichtigsten Geschenke, die ein Kind im Massai-Land bekommen kann.

Im Jahr 2022 begann der Traum unserer Massai Schule in einem vergessenen Massai Dorf Ortupai, Bezirk Monduli, Region Arusha in Tansania / Ost Afrika
Die einheimischen Massai haben mit ihren bescheidenen Mitteln den Grundstein gelegt.Einfache Mauern ohne Fenster, ohne Türen und ohne Dach.
So begannen 18 Kinder auf Bretter Dielen oder am Steinboden sitzend ohne Lernmittel, ohne Tafel den Schulunterricht.
Genau hier an diesem Platz entscheidet Smile and Help eine Schule zu bauen.Nirgendwo sonst auf der Welt ist es notwendiger, eine Schule zu bauen.Im Umkreis von 20 km gibt es keine weitere Schule.
Im Jahr 2022 renovierte Smile and Help die ersten beiden stark maroden Schulgebäude der Massai.Beide Gebäude erhielten ein stabiles Betonfundament, einen Betonboden, neue Türen, eich dichtes Dach sowie eine effektive Hitzedämmung.Ende 2022 direkt nach Abschluß der Renovierungsarbeiten besuchten bereits 90 Kinder die Schule.
 
Im Jahr 2023 errichteten wir schließlich das erste eigene Schulgebäude ausschließlich aus einheimischen, lokalen Baustoffen aus Afrika.Im Oktober 2023 war das neue Gebäude fertiggestellt – bereits 180 Kinder erhielten nun Zugang zu Bildung.
 
2024 wurde das zweite neu gebaute Klassenzimmer fertiggestellt, gleichzeitig entstand das neue neue Giulia Gwinn Fußballstadion direkt neben unserer Schule.
Diie Nachricht, daß Fußballweltstar Giulia Gwinn die Patenschaft von 2 Massai Mädchen übernommen hat und Namensgeberin Patronin des Stadions ist, verbreitet sich im Massai Land wie ein Lauffeuer.Die Begeisterung für Giulia Gwinn erreichte eine Dimension, die zuvor niemand für möglich gehalten hatte.
Bereits Ende 2024 besuchten 380 Kinder die Schule, was uns so stolz und dankbar macht.
 
Im September 2025 konnten wir das erste Lehrer Funktionsgebäude mit Schlafräumen, Duschen und Toiletten fertigstellen für inzwischen 9 Lehrkräfte, die für eine bessere Bildungsqualität sorgen.
Im Dezember 2025 konnten wir das dritte Neubaugebäude Klassenzimmer fertig gestelln.
 
Ab März 2026, zum Start des neuen Schuljahres besuchen bereits unglaubliche 520 Kinder unsere Massai Schule – ein Meilenstein, eine Entwicklung die niemand für möglich gehalten hätte und die uns jeden Tag aufs neue so dankbar und stolz macht.
 
Im Massai Land entsteht derzeit eine komplette Primary School mit 7 Klassenzimmern.Diese Klassenstufen 1 bis 7 entsprechen in etwa einer deutschen Grund- und Hauptschule.
In den kommenden Jahren wird jedes Jahr 1 bis 2 neue Klassenzimmer gebaut, bis die Schule vollständig ist.
Parallel dazu entsteht ein Schulinternat – ein sicherer Zufluchtsort für misshandelte Kinder und jene, deren Schulweg viel zu weit wäre.Viele Kinder laufen täglich bis zu 20 km zu Fuß: morgens zur Schule und abends wieder zurück.Das Internat wird ihr Leben grundlegend verändern.
 
Nach der Fertigstellung aller 7 Klassenzimmer soll das Massai Schulzentrum 800 bis 1.000 Kindern erstmals eine Chance auf Schule, Bildung und Zukunft geben.
Besonders bedeutsam: Zum ersten Mal dürfen Mädchen in dieser Region überhaupt zur Schule gehen.
Dank der Vorbild Funktion von Giulia Gwinn ist die Zahl der Mädchen explodiert – was uns unfassbar stolz und glücklich macht.Endlich haben auch Mädchen eine Zukunft Chance!
 

Ihre Spende hat die Macht, Leben zu verändern.

Jede Spende trägt dazu bei, den Bedürftigen Bildung, Gesundheitsfürsorge, Lebensmittel und wichtige Ressourcen zur Verfügung zu stellen.

Erleben Sie die „Million Mile Life Experience“ mitten im Massai-Land in Afrika!

Roland Benkeser bekennt: “Als ich zum ersten Mal aus Deutschland nach Tansania kam, war es eine der lohnendsten Erfahrungen meines Lebens, Einblicke in die komplexe Kultur des Massai-Volkes und seinen tief verwurzelten Glauben zu gewinnen. Eine unglaubliche Reise und ich bin unendlich dankbar für meine Zeit in Afrika, die mich nicht nur geprägt, sondern verändert hat. Darum gelobe ich dieser Gemeinschaft mein unerschütterliches Engagement und es wäre mir eine sehr große Ehre, einmal ein Teil davon werden zu dürfen.”

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Mehr über die Massai

Massai sind eine nomadisch lebende Hirtengemeinschaft. Sie leben vom Fleisch, Blut und Milch ihrer Herden. Der Kraal der Massai besteht aus einem großen, kreisförmigen Zaun aus Dornenbüschen, der einen Kreis aus mit Schlamm gefüllten Häusern umgibt, in denen vier bis acht Familien untergebracht sind. Seit Jahren sind die Massai und ihre Herden am Horn von Afrika mit einer extremen Dürreperiode konfrontiert. 

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Die Massai-Boma

Massai leben in großen Familien und riesigen Hütten namens Boma.

  • Sie haben einen Zaun, um wilde Tiere fernzuhalten. Die Hütten bestehen aus Holzgerüsten und Wänden aus Kuhmist.
  • Sie haben keine Fenster, um die Hitze abzuhalten. Das Jungvieh wird nachts im Vorraum gehalten.
  • Im Nebenzimmer wird am offenen Feuer gekocht und auf Kuhfellen geschlafen.
  • Die Hütten sind um einen großen Platz in der Mitte angeordnet und von einer Dornenhecke umgeben, um wilde Tiere fernzuhalten.
  • Der mittlere Pferch ist der Ort, an den das Vieh abends von der Weide kommt.

Die Gesellschaft der Massai unterliegt strengen Regeln des Zusammenlebens. Führungspositionen sind älteren Männern vorbehalten, während Frauen für die tägliche Arbeit des Clans verantwortlich sind.

Die Clans leben unabhängig, bleiben nomadisch und sind nie in größeren Gruppen organisiert.

Die Ältesten entscheiden darüber, wann junge Männer zu Kriegern werden und wann nicht.

Sie sind auch die Oberhäupter der Boma und einer Gruppe von Clans, der Alters- oder Beschneidungsklassen zugeordnet sind.

Ältere Männer folgen ihren Ältesten, heiraten normalerweise viele Frauen und kümmern sich um ihre Familien und Kinder.

 

Im Alter von 15 bis 25 Jahren wird ein Junge in den Kreis der Krieger aufgenommen.

Der Zeitpunkt der Beschneidung wird vom Vater des Jungen festgelegt. Es gibt jedoch bestimmte Beschneidungsperioden, alle fünf bis acht Jahre.

In der Zwischenzeit bilden die beschnittenen Jungen eine neue Generation von Kriegern und eine eng verbundene Gemeinschaft.

Ein Krieger zu sein gilt allgemein als eine der schönsten Erfahrungen, die ein Mann machen kann. Von diesem Zeitpunkt an ist der Einzelne nicht mehr an den Willen seines Vaters gebunden, kann alle seine Rechte ausüben und ohne Zwänge leben.

Neben ihrer Freiheit sind die Krieger aber auch für das Zusammenleben der Gemeinschaft und des Volkes verantwortlich.

Historisch gesehen waren die Krieger dafür verantwortlich, die Sippe gegen Einfälle anderer Stämme zu verteidigen, oder sogar Vieh und Frauen zu plündern.

Heutzutage besteht ihre Hauptaufgabe jedoch darin, die Boma und das Vieh auf der Weide vor wilden Tieren zu schützen.

Das Leben der Frauen ist bestimmt von der Sorge um die Familie – und der Unterwerfung unter das Patriarchat. Wenn eine Frau zwischen 12 und 16 Jahre alt ist, wird sie verheiratet.

Den Zeitpunkt der Eheschließung bestimmen der Vater und der Mann. Zur Ehe gehört auch die Beschneidung des Mädchens vor der Ehe.

Die Beschneidung ist eine grausame Tradition, die aber langsam in Frage gestellt und reduziert wird.

Allerdings führt das Rollenverständnis der Massai immer noch dazu, dass Mädchen verheiratet oder an auswärtige Clans verkauft werden.

Der Vater erhält dann einen Preis für seine Tochter in Form von Rindern oder Ziegen.

Frauen sind für das Leben in der Boma verantwortlich. Sie haben große Verantwortung und bauen die Hütten, in denen Sie mit ihren Kindern leben. Sie versorgen die Boma auch mit Wasser, was oft in mühsamen Fußmärschen  von den Frauen und Mädchen herbei geschafft wird.

Mit der teilweisen seltenen Hilfe von Eseln gehen sie zu den meist weit vom Dorf entfernten Wasserstellen und bringen die schwere Last zurück ins Dorf.

Neben dem Kochen sind sie auch dafür verantwortlich, Brennholz für das Feuer zu besorgen und die Tiere nachts und morgens zu melken.

Schon in jungen Jahren wird sowohl Mädchen als auch Jungen beigebracht, sich an die traditionellen Massai-Bräuche anzupassen.

Die Kinder wachsen in der Nähe ihrer Mutter auf und begleiten sie bis zu ihrem zweiten oder dritten Lebensjahr auf dem Rücken getragen.

Ab dem fünften Lebensjahr beginnen die Jungen als Hirten zu arbeiten, begleiten morgens die Viehherden und kehren abends zurück.

Die Mädchen werden schon in jungen Jahren darauf vorbereitet, Mütter und Ehefrauen zu sein, wobei die Beschneidung im Alter zwischen 10 und 16 Jahren stattfindet.

Die Haupteinnahmequelle der Massai ist die Viehzucht, und je mehr Rinder oder Ziegen man besitzt, desto wohlhabender ist ein Massai.

Es wird gesagt, dass Ngai, der Regengott, den Massai versprach, dass sie alles Vieh der Welt haben würden.

Andere Viehbesitzer wurden daher von den Massai als „Viehdiebe“ angesehen, die ihr Vieh per Gesetz oder mit Gewalt gestohlen haben.

Diese Einstellung änderte sich erst im 20. Jahrhundert. Massai töten Rinder nur zu besonderen Anlässen und halten auch Ziegen als Fleischlieferanten.

Mais ist heute ihr Hauptnahrungsmittel, woraus sie einen Brei namens Ugali zubereiten.

Da Massai keine Landwirtschaft betreiben, müssen sie Mais entweder kaufen, oder gegen anderes Getreide eintauschen.

Sie betreiben nur wenig Landwirtschaft. Ursprünglich nutzten sie von ihren Tieren nur Milch, Blut und Fleisch und trinken auch heute noch gelegentlich deren Blut.

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